Gert Hof: Regisseur, Lichtarchitekt, Künstler

On the road with a friend

Als ich Gert 1998 bei einem Theodorakis-Projekt in Berlin kennenlernte, schien er mir irgendwie abgehoben und gleichermaßen bodenständig, arrogant, ein Arbeiter vor dem Herrn, unfreundlich, einnehmend, sehr konkret in seinen Vorstellungen, divenhaft, genialisch. Mich beeindruckten jedenfalls seine unachahmliche Art und seine konsequenten Denkstrukturen, und wir beschlossen, weiter zusammenzuarbeiten. Gert entpuppte sich als Kontrollfreak, als Seismograph für menschliche Verhaltensmuster. Egal, ob es um Verhandlungen mit unseren verschiedenen Partnern ging oder um die Planung eines nächsten Events - er lehrte mich, das Panoptikum menschlicher Unzulänglichkeiten klar zu erkennen. Seine bohrenden und gnadenlosen Fragen über jedes Detail, sein Analytikerhirn, brachten nach kürzester Zeit die wahren Fähigkeiten - und vor allem Unfähigkeiten - vieler unserer Partner zutage. Ich hasste ihn für diese offenbarende Art, gewöhnte mich aber schnell daran, mich in der Arbeit einsam zu fühlen. Die Luft in der Liga, in der wir zu arbeiten begannen, das merkte ich bald, war sehr dünn. Ich musste, durch Gert dazu getrieben, viele Entscheidungen treffen, die mein Leben veränderten. In den ersten Monaten unserer Zusammenarbeit dachte ich oft, Gert sei größenwahnsinnig, bis ich mich seinem Größenwahn anschloss.

Denn Gert hatte mir, gleich als wir uns kennenlernten, sein Konzept einer gigantischen Lichtschow erläutert. Ich begriff, dass tatsächlich weltweit noch keine Eventform existierte - außer der des Feuerwerks -, die von Hunderttausenden oder gar Millionen live miterlebt werden konnte. Es gab zwar Mega-Konzerte, bei denen Laser und Licht eingesetzt wurden, aber keine Show, die die Möglichkeit bot, eine ganze Stadt einzubeziehen und zu entertainen. Monate später, nach unseren Events in Berlin, Athen, Budapest und Peking, konnten dann alle, die das erlebt hatten, feststellen, dass selbst die größten Musikshows winzig wirkten im Vergleich zu dem, was wir inzwischen realisiert hatten.

Und ich erkannte, dass nicht das gewaltige Equipment diese Schows so außerordentlich machte, sondern der Umstand, daß wir es hier mit einer INSZENIERUNG zu tun hatten, die mehrere Elemente (u.a. Musik, Pyrotechnik, Neonarchitektur, Feuerwerk, Licht, Heliumballons, Statisten) vereinte. Viel wichtiger als die Hardware waren also das kreative Potenzial im migränegeplagten Kopflabor von Gert, seine 25jährige Theater-Erfahrung, seine über 20jährige Arbeit im Musik- und Filmgeschäft, seine architektonischen Visionen.

Denn es gab in der vor-hofschen Ära keine ausgeprägte „Ästhetik des Lichts" - jedenfalls nicht in dieser Dimension und schon gar nicht im Outdoor-Event-Bereich -, vor 1999 interessierte sich keiner für dieses Phänomen, außer in Gesprächen über Dritte-Reich-Symbolik. Das „Licht" führte ein Nischendasein. Gert hat es davon befreit, er befreite es auch aus der speerschen-nationalsozialistischen Umarmung, er machte es „hof"fähig für die moderne Kunst, fürs Entertainment, verlieh ihm die visionäre Kraft einer „Architektur am Himmel", er schuf in gewisser Weise ein neues Kunstgenre, und er brachte es in die Feuilletons. Das ist vielleicht Gerts größtes Verdienst - er hat den Weg frei gemacht.

Well done, my friend, well done …

© Asteris Koutoulas


Postskriptum I: PERIPHÄRES

Gert liebt Architekturbücher, Thüringer Bratwurst, Musikhören, Kaffeetrinken, deutsche Lyrik, Zigarettenrauchen, Weissagungen, Formel-1-Rennen, abgefahrene Freaks und guten Kuchen. Vor allem mit gutem Kuchen kann man bei ihm viel erreichen. Und mit Demut.

Gert mag keine Partys, keine Geflügelgerichte oder Meeresfrüchte, keine leeren Versprechen, Anbiederei, kein Mittelmaß, keine Tierquälerei.

Gert ist ein unglücklicher, sehr einsamer Mensch. Ein liebevoller Zyniker. Ein Eremit, sich und alle anderen um sich herum treibend, weiter, immer weiter. Er hat einst die Nacht geschaut und ist seitdem auf der Flucht vor ihr. Gern gibt er seinem Affen Zucker.

Die Band Rammstein gehört zu Gert wie der Schatten zum Licht. Was für ein Name auch: RAMMSTEIN – der hätte übrigens eine Idee von Gert sein können, der nicht nur Wassertrinker ist, sondern auch ein Schöpfer von Worten, gemacht mit Hammer und Amboss.

Gert liebt schwarze Sachen. Er geht immer in Schwarz. Ich vermute, dass er einen geräumigen Kleiderschrank hat, in dem stets fünfzig schwarze Hemden zugriffbereit hängen. Vielleicht steht Gert ja auch keine andere Farbe. Aber das werde ich wohl kaum je erfahren, da Gert niemanden, der das herauszufinden imstande wäre, an sich heranlässt. Unsere chinesischen Partner schenkten ihm in Peking einen grünen Militärmantel, „damit der Künstler bei minus 25 Grad nicht friert“. Gert liebte diesen Mantel, fand aber dessen grüne Farbe unerträglich. Der Versuch, das gute Stück schwarz zu färben, schlug fehl. Der Mantel war nicht mehr zu gebrauchen und musste entsorgt werden. Große Trauer bei Gert.

Gert ist ein exzessiver (manchmal gnadenlos exzessiver) Mensch – nicht nur in seiner Lebenshaltung, sondern auch in seinem Denken. Er braucht „Verrückte“ um sich herum, die bereit sind, sich auf seine Obsession fürs „Licht“ einzulassen. Kaum bekannt ist sein Engagement für den Schutz von vom Aussterben bedrohten Tieren.

November 1999. Im Washingtoner Holocaust Museum soll Gert für die „Mauthausen-Kantate“ von Mikis Theodorakis, gesungen von Maria Farantouri, Licht und Bühne machen. Eine Benefiz-Veranstaltung. Die Möglichkeiten vor Ort sind spärlich. Er bittet mich, 100 große Kerzen zu besorgen – für die Seelen der Ermordeten, sagt er. Gert ordnet die Kerzen auf der Bühne. Das Konzert findet in dieser Atmosphäre statt, wie in einem Kirchenschiff. Ein Requiem für die Opfer des Nationalsozialismus.


Postskriptum II

Februar 2000. Wir besuchen das Konzentrationslager Auschwitz in Polen. Christoph Heubner, ein guter Freund und ein wunderbarer Lyriker, der das deutsch-polnische Jugendforum Auschwitz leitet, zeigt uns die Gedenkstätte. Seine detaillierten und kenntnisreichen Berichte gehen uns unter die Haut. Gert ist besessen von der Idee, in Auschwitz-Birkenau einen Memorial-Event zu machen. Für ihn eine Art Lebensaufgabe. In einem Brief an das Auschwitz-Komitee schreibt er: „Es ist von eminenter Bedeutung für die Gegenwart und die kommenden Generationen, das Konzentrationslager Auschwitz, als Synonym für das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit, im Bewusstsein der jungen Generation geographisch klar zu lokalisieren und die Zeugnisse jener Zeit visuell identifizierbar zu machen. Diese Todesstätte von Millionen unschuldiger Opfer vieler Nationalitäten verlangt nach einem außergewöhnlichen Signal ...“ Das entscheidende Kriterium bei der ästhetischen Umsetzung einer Installation in Birkenau müsse die Wahrung der Würde der Opfer und ihrer Hinterbliebenen sein. Gert nennt seinen ersten Konzeptentwurf „Nie wieder Auschwitz!“ und spricht von einer Spurensicherung.

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Dezember 2000. Gert inszeniert die Theodorakis-Oper „Die Metamorphosen des Dionysos“ am Griechischen Nationaltheater. Es geht um den letzten Tag im Leben des Dichters Kostas Karyotakis, der 1928 Selbstmord verübte. Die Szenen der Oper überraschen durch surreale Zeiteindrücke, historische Verkürzungen und schonungslose Abrechnungen. Eine bittere Satire auf die Auswüchse und die Suggestion der Macht, aber auch auf das Verhältnis von Kunst und Politik. Gert kommt nach Athen und weiß vom ersten Augenblick an, wie die Oper auszusehen hat. Er schafft schnelle Abläufe, spannende Bilder, spielfilmhaft, ganz anders als bei herkömmlichen Opern-Aufführungen.

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Oktober 2001. Mit dem Anschlag vom 9. September sind einige unserer wichtigsten Projekte im Nahen und Mittleren Osten zunichte, und nicht nur dort. Das ist ziemlich hart. Wir reisen nach New York, machen uns ein Bild vom Ort der Zerstörung. Gert ist tief berührt, er entwirft ein „amerikanisches Licht-Requiem“ an der Brooklyn-Brücke. Zwei Jahre zuvor noch trug Gert einen bizarren, strohgeflochtenen Hut durch Chinatown, probierte dickrandige Sonnenbrillen, behängte sich mit Elvis- und Feuerbohnenketten und wurde ehrfuchtsvoll gefragt, ob er einer der Getreuen des Dalai Lama sei, der zu dieser Zeit im Central Park sprach. Gert lächelte damals, ohne zu antworten, als die Welt noch anders war, als sein Sohn Wanja über den Broadway jagte und ihm John Lennons schwarzer Engel begegnete.

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März 2004. Eine Bekannte fragt Gert, ob er sich vorstellen könnte, eine Inszenierung am Schloss Ludwig II. in Bayern zu machen. Wir fahren hin und sehen uns die Landschaft an. Es liegt Schnee, der See ist zugefroren. Gert beginnt sofort, Ideen zu entwickeln. Ein „Lichtschloss“ soll über dem Forggensee und Neuschwanstein entstehen und letzteres über einen Lichtbogen mit dem neuen Musicaltheater verbinden. Die Devise (oder Parole) ist: Natur, Romantik, Faszination. Ein Denkmal für König Ludwig II. und Richard Wagner. Gert denkt an den „Ring der Nibelungen“; ihm gehen assoziative Bilder durch den Kopf: „Lichtburg des Parzival“ oder „Der Lichtschwan des Lohengrin“ oder „Gralswunder aus Licht und Feuer“. Eines unserer Zukunfts-Projekte.

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September 2005. Ein heiß-schwüles Neu-Delhi. Gert ist Gastredner beim Kongress der indischen Lichtdesigner. Der stellvertretende indische Tourismusminister stellt ihn vor, dann spricht Gert. Das Publikum ist begeistert, hängt regelrecht an seinen Lippen. Dann werden ihm Fragen gestellt. Eine Frau meldet sich zu Wort, wendet sich an die etwa 600 indischen Lichtdesigner im Saal und sagt ihnen: „Wie könnt ihr Gert Hof Fragen stellen. Er ist ein Gott des Lichts. Und einem Gott stellt man keine Fragen“. Lauter Applaus.
Am nächsten Tag Einladung zum Taj Mahal. Eine übersinnliche Schönheit, eine geheimnisvolle Energie geht von diesem Ort aus. „Das ist was für mich“, sagt Gert. „Hier will ich was machen“. Ein weiterer Plan für die Zukunft. Ein anderer Kontinent, ein geheimnisvolles Land, eine andere Welt, Menschen mit anderem Blick und anderem Denken. Ich sah viel Armut, Furcht, Bescheidenheit. Schreinde Ungerechtigkeit. Wann hat das Elend der Menschen ein Ende?

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Februar 2006. Udo Lindenberg und Gert, der UFOnaut und der Lichtpapst. Ich frage mich: Warum hat es das nicht eher gegeben? Warum musste der deutsche Altrocker Linde seinen 60. Geburtstag abwarten, um sich mit dem Schwarzen Mann zu vereinen? Jetzt jedenfalls haben sie sich gefunden und werden die Welt verändern.

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März 2006. Begegnung mit Reinhold Messner, dem Bezwinger aller Achttausender, dem Bezwinger des inneren Schweinehunds. Gert ist ein großer Fan von Messner, kennt all seine Bücher. Der Verrückte und der andere Verrückte. Folgerichtig geht es um nichts Geringeres als um einen Event am Nordpol. Na dann: Gute Nacht!

© Asteris Koutoulas


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Anzahl unserer Gert-Hof-Shows:
42 Special- & Mega-Events zwischen 1999 und 2010

Die Orte (insgesamt 29):
Atlantic City, Antwerpen, Arnhem, Athen (mehrmals), Berlin (mehrmals), Bozen, Budapest, Dortmund, Dresden (mehrmals), Düsseldorf, Ferropolis (bei Dessau), Gallipoli, Hamburg (mehrmals), Ischgl, Jerusalem, Lviv, Magdeburg (mehrmals), Malta, Moskau, München, Muscat, Nicosia, Nürnberg, Peking, Piräus, Poznan, Sofia, Vilnius (mehrmals), Washington

Die Länder (insgesamt 19):
Belgien, Bulgarien, China, Deutschland, Griechenland, Holland, Israel, Italien, Litauen, Malta, Oesterreich, Oman, Polen, Russland, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA, Zypern

Live-Zuschauer bei allen 42 Shows:
ca. 11.500.000

TV-Zuschauer (kumulativ bei den 42 Shows):
ca. 8,4 Milliarden

Gesamtlänge aller Shows zusammen:
ca. 750 Minuten

Beteiligte bei den 42 Events:
ca. 8.000 (Kreative, technisches Personal, freie Mitarbeiter etc.)

Lichtsysteme bei allen Events:
ca. 26.000, davon 2.700 Großraumscheinwerfer (Space Canons, Falcons oder Syncrolites)

 

Hier einige wunderbare Zitate von Gert, die ich sehr mag, weil sie seine Vision, die zur unsrigen geworden ist, so treffend umreissen:


Die Instrumente auf den Seziertischen der Chirurgen gleichen sich im Wesentlichen. Der Patient hat kein Interesse an den Instrumenten des Chirurgen, den Kranken interessiert der operierende Arzt, dessen Meisterschaft ist gefragt. Um Licht anzuschalten oder ein Haus und eine Bühne bunt zu beleuchten, braucht es keine besondere Begabung oder ein besonderes Können. Trotzdem frage ich mich: Wie kann man eine Lampe in die Hand nehmen, ohne die Bach’sche „Kunst der Fuge“ begriffen oder den Aufbau einer Shakespeareschen Tragödie studiert oder die schwarzen Bilder Goyas gesehen zu haben – seine Capriccios, die heute noch schreien –, und ohne die Architektur vieler Epochen zu kennen? Wir sehen weltweit die Resultate dieser Ignoranz und Unwissenheit.


Shows, Inszenierungen, Events – alle Kunstwerke sind nur dann interessant, wenn sie den Mut, die Leidenschaft, die Besessenheit, die Wut, die Risikofreude und die Kompromisslosigkeit des Regisseurs widerspiegeln – das Unikale haben. Ein Event ist immer Positionierung, Definition und Abgrenzung.


Meine Events sind geprägt von meinem Glauben an das Außergewöhnliche, an das Besondere, das Einzigartige, an das Visionäre. Mir ging es um die Erfindung einer neuen Generation von Outdoorevents. Ich wollte Licht und Feuer einer neuen Bestimmung zuführen. Ob fürs Theater, für eine Oper, für einen Videoclip, für eine Rockshow oder für einen Megaevent – meine Philosophie hieß und heißt immer: Rebellion und Revolution gegen das Mittelmäßige, gegen die Mauern der Ignoranz und des Gefälligen, gegen die ästhetische Dummheit.


Der herkömmliche Umgang mit Licht und Feuerwerk hat mich nie interessiert. Ich habe diese Elemente immer nur benutzt, um meine Visionen von einer Architektur im Himmel zu verwirklichen oder sie für eine außergewöhnliche Bühnenshow zu instrumentalisieren.


Jeder Architektur sind physikalische Grenzen durch Statik, Material, territoriale Gegebenheiten etc. gesetzt. Ich wollte eine Architektur hoch im Himmel. Diese Grundidee muss von einer signifikanten Radikalität durchdrungen sein, sonst funktioniert sie nicht. Meine Mentoren waren die Architekten, Musiker, Schriftsteller und Maler der vergangenen Jahrhunderte. Alle meine Entwürfe und Realisationen haben nur ein Ziel: die Menschen wieder zum Staunen und Entdecken zu verführen und sie von der Last und den Verbrechen des Mittelmaßes zu befreien. Eine Reise zu neuen Horizonten. Mit der vermeintlichen Lightdesigner-Welt habe ich nichts zu tun und will ich auch weiterhin nichts zu tun haben.


Auf die Frage eines Journalisten, ob es Konkurrenz für mich gäbe, antwortete ich: Das Alphabet meiner Inszenierungen buchstabiere ich aus dem Zentrum der Hölle, mein Souffleur ist Arthur Rimbaud, mein Reiseleiter heißt Charles Baudelaire, der Kapitän ist Antonin Artaud, der mir zeigte, wo der Teufel eine Lücke gelassen hat, hoch im Segel hält Georges Bataille den Kurs, und Jean Genet feiert dort jeden Abend sein „Totenfest“ – wer will mir dorthin folgen? Das ist nicht arrogant gemeint, es ist ein romantischer Angriff auf den Kongress der Belanglosen, auf das Varieteschiff Mittelmaß.


Ich will eine Ästhetik der Verfremdung erschaffen. Ich versuche, Dinge zu kombinieren, die in der Realität nie zusammen sein werden. Ich denke, dass dies einen Teil der Phantastik ausmacht: Ein Wunsch, der im Unterbewusstsein aller Menschen existiert, wird erfüllt. Es ist das latente Bedürfnis, die vorhandene Ordnung zu stören. Ein Meer, das plötzlich rot brennt, eine in der Nacht entstehende Traumarchitektur … So verlieren das Meer und die Nacht ihre unschuldige Existenz. So sind es die magischen Bäume aus Feuer, die in den Himmel wachsen. Es ist die Suche nach einer neuen Poesie an der Schwelle zu einer neuen Ästhetik.


Es gibt kein falsches Leben im richtigen Leben. Der Event folgt seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten, er komprimiert Leben – gebiert eine unwirkliche Parallelwelt. Nur am absoluten Limit sind solche Megaevents möglich. Mensch und Material werden gefordert bis zum Äußersten – in einer Art gemietetem Leben. Für Tage, für Stunden, für Minuten. Für Augenblicke gilt dieser Deal mit den Göttern, bei dem man sich für Momente den Himmel borgt – leasing the sky. Einen Lidschlag lang least man sich das Glück, das man braucht für das Gelingen, für die Kraft und den Mut – diesen Wahnsinn habe ich in mir.

© Gert Hof

 

 

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